Chritmas 10

Europa leben - Enthüllung des Grenzsteins

140509 GrenzsteinenthüllungBärnau. Seit Jahren arbeiten die Akteure des Via Carolina e.V. in Bärnau und des Vereins Terra Tachovia grenzüberschreitend zusammen. Am diesjährigen Europatag, den 9. Mai, erreichte diese Zusammenarbeit einen neuen Höhepunkt. Gemeinsam enthüllte man den Grenzstein „Norimberk – 6° - Prag“.

 

Die Errichtung dieses Steins war Teil des gemeinsamen Großprojekts Geschichtspark an der Goldenen Straße, im Zuge dessen von den Tschechen auch die Originaltrasse dieses mittelalterlichen Handelswegs erschlossen wurde. Entlang dieser 19-Kilometer langen Route zwischen Bärnau und Tachov haben sie mehrere Meilensteine, Kunstwerke und Rastplätze geschaffen. Damit will man den verbindenden Charakter wieder herstellen.

Eines dieser Kunstwerke ist der Grenzstein „Norimberk – 6° - Prag“, der direkt auf dem Grenzverlauf in der Nähe des Schmuckerhofs steht. Genau an dieser Stelle neigt sich die Goldene Straße aus Nürnberg kommend um 6° und geht dann weiter nach Prag. Durch den Stein sieht man den Routenverlauf nach Prag. Bei der gemeinsamen Feierlichkeit wurde nun dieser Stein seiner Bestimmung übergeben.

Dabei kamen die tschechischen Gäste aus Richtung Tachov zu dem Stein und die deutschen Teilnehmer aus Richtung Bärnau. Symbolhaft traf man sich dann freundschaftlich in der Mitte direkt an der Grenzlinie. Roman Soukup, Vorsitzender des tschechischen Vereins Terra Tachovia begrüßte dabei alle Teilnehmer. Besonders dankte er allen Mithelfern, die dieses große Projekt möglich gemacht haben. Besonders dankte er auch dem Steinkünstler Herbert Lankl, der diesen Stein aus Flossenbürger Granit von Granitwerk Helgert geschaffen hatte.

Senator Miroslav Nenutil freute sich über diesen großen Tag. Hier werde grenzüberschreitende Zusammenarbeit gelebt. Er wünsche sich, dass zukünftig viele Menschen über diesen Weg die Grenze überschreiten werden. Der Bezirk Pilsen war mit Jiří Struček besonders hochrangig vertreten. Herr Struček ist zuständig für Kultur, Tourismus und die Kulturhauptstadt Europas, Pilsen 2015. Auch er dankte den Akteuren vor Ort für den regen Austausch.


Schließlich betonte Alfred Wolf, Vorsitzender des Vereins Via Carolina e.V. und 3. Bürgermeister von Bärnau, die langjährige freundschaftliche Zusammenarbeit über die Grenze hinweg. Als er 1988 das erste Mal in Tachov war, war diese Entwicklung bei weitem nicht absehbar. Nun könne man schon 25 Jahre Grenzöffnung und 10 Jahre Mitgliedschaft in der Europäischen Union feiern. Besonders freute ihn, dass Frau Sladky vom Schmuckerhof unter den Gästen weilte. Sie musste ihr Heim wenige Meter entfernt von diesem Grenzstein nach dem 2. Weltkrieg verlassen und auf deutscher Seite eine neues Haus, den Schmuckerhof, errichten. Mit dieser Feier am 9. Mai beweise man, dass Versöhnung und Zusammenarbeit der Weg in eine gemeinsame Zukunft sei.

Abschließend gaben Roman Soukup und Alfred Wolf der Hoffnung Ausdruck, dass sich auf dem langen Weg des Zusammenwachsens noch viele Mitstreiter finden und der Austausch über die Grenze hinweg zu etwas Selbstverständlichen wird. Bei bayerischen und böhmischen Häppchen und Sekt ließ man die Feierlichkeiten ausklingen.




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